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PowerCopy zur Flanschabwicklung Drucken
Sonntag, 17. September 2006

PowerCopies machen eigentlich nur dann richtig Spass, wenn man diese nicht mühsam selber machen muss. Wie oft verbringt man bei kompizierteren PowerCopies Stunde um Stunde um das Ding für jeglichen möglichen und unmöglichen Modellierungsfall stabil zu bekommen. Gerade deswegen habe ich aufgehorcht, also ich von einer auf PowerCopy basierenden Funktionalität zur Flanschabwicklung und zum Flanschbeschnitt hörte. Die Tools Trim Curve Analysis und Develop Flange von system-house sind derzeit im Test bei den OEMs und unterstützen die Flanschabwicklung und den anschliessenden Flanschbeschnitt. Keyuser sind die Konstrukteure von Ziehanlagen (Stempel, Matrize, Blechhalter, Folgeverbundwerkzeuge, Beschneidewerkzeuge).

Sehr schön ist gelöst, wie sich die Ergebnisgeometrie in das schon bestehende CATPart integriert und wie wenig man beim Arbeiten davon bemerkt, dass hier ein Stück zusätzlicher Software in CATIA V5 aktiv ist. Wir müssen kurz die Begrifflichkeiten erklären. Dazu habe ich die untere rechte Ecke des großen Bildes herausgenommen: developnames

  • Einen Spine benötigt die Funktion, damit die Qualität der errechneten Abwicklungskurve positiv beeinflusst werden kann.
  • Die Boundary ist das Ausgangselement für die Berechnung Abwicklung, in der Fachsprache ist dies der fertige Beschnitt des Bauteils.
  • Die Addenda-Fläche ist die "ankonstruierte" Fläche, auf welcher der fertige Beschnitt  abgelegt wird. Wenn wir das fertige Bauteil vor uns haben, sehen wir die Addenda-Flächen nicht mehr, da der Flansch wieder angestellt wird. Wink

developdetailÜber das linke Bild kann ich recht viel schreiben, denn mit diesem Screenshot versteckt sich die gesamte Funktion und Wirkungsweise dieser PowerCopies.

Zuerst einmal sehen Sie im linken oberen  Geometrical Set.1 die Eingabe-Elemente, (Spine, Addenda, Boundary und die Flanschfläche). Auf diese Elemente wird mit der PowerCopy "angedockt".

Wie es sich für eine professionelle Software gehört, steckt unter dem Geometrical Set Specification Develop Flange die Mathematik zur Blechbiegung mit den K-Faktoren drin, und die Möglichkeit, die Berechnungsaktivität der PowerCopy  direkt von diesem Geometrical Set heraus zu steuern. ('Computate'=true /false). Das kann oft sehr hilfreich sein, um sich kurzfristig von den Rechenvorgängen der Flanschabwickung zu befreien und wieder genügend CPU-Aktivität für andere Rechenarbeiten und Modellierungsaufgaben frei zu haben.

Das sind zwar Kleinigkeiten für einen Einkäufer der Software, aber wichtige Dinge für den Konstrukteur, welcher nicht stundenlang vor dem CATPart sitzen will und dröge Punktberechnungen anglotzen will, nur weil eine Änderung in anderen Bereichen des CATParts dann immer wieder zwangsweise diesen Rechenvorgang anstoßen will.

Zurück zur Power Copy. Das Geometrical Set Points enthält die errechnete Anzahl vonStützpunkten aus  'PointsNumber' für den Spline. Der Spline wird natürlich auch berechnet und fertig definiert. Wer will denn 265 Punkte antackern um dann den Beschnitt bilden zu können?

Mein Fazit:

Ich kenne aus V4 Zeiten die dafür vorhandene und auch aktuelle, konkurrierende V5-Tools. Ich bin beeindruckt was "nur" mit PowerCopy-Funktionalität und einer raffinierten Programmierung möglich wird. Ich verlange Stabilität im Rechnen, keine unvorhersehbare Aussetzer wenn Flanschformen mal ein wenig von der Regel abweichen (wie hier links bei einem zusätzlichen Lochbild im Flansch), saubere Ergebniskurven und dass sich das Tool nicht festfährt und Blödsinn rechnet. Diese Anforderungen sind mit den SmartDevelop-Tools von system-house gegeben und ich denke, damit kann man recht gut und komfortabel arbeiten.

 
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